Pädagogische Maßnahmen

Einen endgültigen Rechte- und Pflichtenkatalog für pädagogische Maßnahmen kann es nicht geben, denn Unterricht und Erziehung sind keine Verwaltungstätigkeit, sondern ein Prozess im menschlichen Miteinander . Die Lehrkräfte entscheiden individuell und auf den jeweiligen Fall oder die jeweilige Situation abgestimmt, welche Maßnahme angemessen erscheint. Dies muss im Einzelfall immer wieder neu entschieden werden. Ziel ist es, ein für alle Schüler und Schülerinnen optimales und weitestgehend störungsfreies Lernklima zu schaffen und aufrechtzuerhalten, um die Erfüllung des Bildungsauftrages der Schule zu gewährleisten.

Im Folgenden werden verschiedene Arten von möglichen Störungen beschrieben, wobei versucht wurde, diese vier größeren Kategorien zuzuordnen. Weitere Störungen sind denkbar sowie auch Kombinationen aus mehreren Arten.

Des Weiteren werden verschiedene pädagogische Maßnahmen genannt, die, nach Schwere oder Häufigkeit des Fehlverhaltens abgestuft, an unserer Schule zum Einsatz kamen und kommen.

 

Welche Störungen gibt es? Beispiele:

Körperliche Gewalt:
Schlagen, Schubsen, Treten, Bewerfen, Beißen, Anspucken...

 

Verbale Gewalt:

Beschimpfen, Beleidigen, Erpressen, Anbrüllen, Lügen

 

Sachbeschädigung

z.B. Hefte und Arbeitsmaterialien der Mitschüler/innen, Kleidung, Tische, Fensterscheiben etc.

 

Unterrichtsstörungen:

Spielen im Unterricht, Dazwischenreden, Geräusche machen, Verspätungen, Essen/Trinken, Aufstehen, andere Ablenken, Material nicht dabei, HA vergessen, Arbeitsverweigerung

 

 

Welche Konsequenzen/Maßnahmen wenden wir an?

 

Klärendes Gespräch/Ermahnung

 

Regeln abschreiben, Verbotsschild malen

Im Klassenrat thematisieren

Gespräch bei der Sozialpädagogin (Steffi von Appen)

 

Mitteilung an die Eltern mit Kenntnisnahme („Zeiträuberkarte“, „Verantwortungsbericht“, Verbotsschild malen (Kl.1), Entschuldigungsschreiben/ -bild, Eintrag ins HA-Heft, Brief/Email/Anruf)

 

Gespräch mit der Schulleitung („Runder Tisch“ mit Schülern oder Schülern und Eltern)

 

Speziell bei Sachbeschädigungen:

Bereinigung, Ersetzen, Nachkopieren (Absprache der Eltern nötig)

 

Speziell bei Unterrichtsstörungen:

Positive Verstärkung (Klassenrituale)

Kurz vor die Tür schicken/Nebenraum

Extraaufgaben

Später in die Pause

Wegnahme von Spielzeug

Text abschreiben (Ergänzung oder zu Hause)

Verstärkerplan (Smiley-Zettel)

 

Speziell bei Störungen in der Pause:

Pausenverbot (begrenzte Zeit) im Verwaltungsgebäude

 

Speziell bei vergessenen Hausaufgaben/Material/Sportzeug etc.:

Mitteilungsbrief an die Eltern

 

Speziell bei Störungen in der Ergänzung:
Info an Klassenlehrer („orangefarbener Zettel“)
Ergänzungszeitverbot: Aufgaben im Nebenraum (mit Betreuung von Schulassistentin/Sozialpädagogin oder Lehrer/in)

 

Bei schwerem Fehlverhalten:

Sofortiger Ausschluss vom Unterricht möglich, Abholung durch die Eltern erforderlich

Einberufung einer Klassenkonferenz, Beschluss einer Ordnungsmaßnahme

 

Bei akuter (Selbst-)Gefährdung und/oder Verlassen des Schulgeländes muss die Polizei eingeschaltet werden.